Frettchen aus der Nähe während einer Konsultation in der Tierarztpraxis Au Furet, Spezialistin für Heimtiere in ÉchichensDieses Frettchen wird in der Tierarztpraxis Au Furet in Échichens betreut, die für ihre Heimtier-Expertise in der Region Morges, Lausanne und La Côte bekannt ist

Das Frettchen als Haustier in der Schweiz

  1. Geschichte
  2. Persönlichkeit
  3. Ähnlichkeit
  4. Physiologie
  5. Adoption
  6. Die Ecke «Schweizer Recht»

Geschichte

Das Frettchen, ein Haustier?

Das Frettchen ist ein kleines Säugetier aus der Familie der Marder (Mustelidae), also strikte Fleischfresser, wie das Mauswiesel, das Hermelin, der Iltis, der Steinmarder, der Baummarder, der Nerz usw.…..
Doch im Gegensatz zum Rest dieser Familie kommt das Frettchen nicht wild vor. Die ersten Spuren des Frettchens sind über 2000 Jahre alt, und es ist äusserst schwierig, sein erstes Auftreten mit Sicherheit zu bestimmen. Sicher ist jedoch, dass das Frettchen seit sehr langer Zeit domestiziert ist und mehrere Verwendungen kannte oder noch kennt:

Die Kaninchenjagd dank seiner Körperform, mit der es in die Baue schlüpft

Die Nagerjagd in englischen und amerikanischen Bauernhöfen oder auf Schiffen und seither Maskottchen der Kolonialmarine von Massachusetts!

Die Rattenjagd während der Pestepidemien

Und in jüngerer Zeit:

In der Industrie, hauptsächlich um Drähte durch lange Rohre zu ziehen

In der Pelzzucht

Für Tierversuche zu medizinischen Zwecken (hauptsächlich zur Erforschung des Influenzavirus, der menschlichen Grippe)

In englischen Spielen, bei denen es darum geht, 2 Frettchen möglichst lange in den Hosenbeinen auszuhalten…

Heute dient es zudem immer häufiger als Haustier, so sehr, dass es in manchen Ländern nach Hund und Katze bereits das dritthäufigste Haustier ist!

In den USA spricht man von über 5 Millionen Frettchen.

Seine Natur als Kaninchenjäger hat mit der Zeit durch selektive Zucht mit fügsameren Frettchen etwas abgenommen.

Persönlichkeit

Eigenschaften

Das Frettchen ist also ein Fleischfresser aus der Familie der Marder. Das Männchen wiegt 1 bis 2kg und das leichtere Weibchen 600 bis 900g. Es ist anhänglich, verspielt, lustig, neugierig, begrüsst Sie freudig bei Ihrer Rückkehr und folgt Ihnen überallhin. Sein schelmisches Wesen bezaubert rasch. Es schläft tief und sehr viel (bis zu 20 Std. pro Tag), passt sich aber problemlos Ihrem Zeitplan an, wenn Sie es daran gewöhnen. Es liebt es, in Hängematten zu schlafen oder sich für sein Nickerchen unter Decken zu schmiegen, unter Teppiche oder auch in hohle Röhren. Es kann nicht hoch springen, macht aber Sätze von über 1m Länge.

Erziehung

Doch, doch, man kann es gut erziehen; es erkennt sehr schnell seinen Namen, doch so stur, wie es sein kann, tut es manchmal so, als hätte es ihn vergessen. Es wird rasch sehr stubenrein (wenn ganz jung erzogen) und benutzt für sein Geschäft eine Katzentoilette. In der Regel verträgt es sich leicht mit anderen Tieren, ausser mit Kaninchen (selbst dieser Punkt ist umstritten, und obwohl das Kaninchen die Beute des Raubtiers Frettchen ist, habe ich schon welche gesehen, die harmonisch Seite an Seite lebten).

Achtung

Es darf nicht unbeaufsichtigt ins Freie; seine Neugier würde es zu weit forttragen, als dass es den Heimweg wiederfinden könnte, und es würde nicht überleben.

Es macht liebend gern Unfug, doch obwohl dieser meist zum Lachen ist, erfordert er eine gewisse Aufmerksamkeit, wenn das Frettchen in der Wohnung umherstreift: Man muss zum Beispiel gut darauf achten, es nicht zu zerdrücken, wenn es sich unter einem Kissen oder Teppich versteckt, oder es nicht in einer zu rasch geschlossenen Tür einzuklemmen (vergessen Sie nicht, es folgt Ihnen überallhin!). Auch die Frettchen-«Treppen», also das unbeabsichtigte Übereinanderstapeln von Gegenständen, das dem Frettchen erlaubt, auf gefährliche Höhen zu klettern, sind zu vermeiden, und Nippes oder andere ihm schädliche Gegenstände sind ausser Reichweite zu bringen.

Kurz, das Frettchen ist ein echtes Haustier, das sich übrigens schnell langweilt, wenn Sie es vernachlässigen…

Es ist sehr anhänglich, liebevoll, bringt viel Leben in Ihr Zuhause und bereitet keinerlei Probleme, vor allem denen nicht, die sich über dieses kleine Tier informiert haben. Bei guter Lebenshygiene, angepasster Ernährung und unerlässlicher Pflege kann das Frettchen bis zu 8 Jahre alt werden.

Ähnlichkeit

Ähnelt das Frettchen dem Hund oder der Katze?

Weder dem einen noch dem anderen.

Im Vergleich zum Hund braucht das Frettchen keine Ausgänge ins Freie und lässt sich nicht so gut erziehen wie ein perfekt abgerichteter Hund. Dafür ist es ebenso anhänglich und an seinen Halter gebunden und liebt es zudem ebenfalls zu spielen.

Der Katze ähnelt es noch weniger; es ist viel weniger unabhängig und hat einen besitzergreifenderen Charakter. Es ist ein Tier, das nicht nach draussen kann, zu neugierig, es würde sich entfernen und verloren gehen.

Im Vergleich zu den anderen Heimtieren hat es einen ausgeprägten Charakter und ist nicht ängstlich.

Physiologie

Ernährung

Es frisst häufig, da sein Darm sehr kurz ist. Deshalb muss man ihm freien Zugang zu Futter und Wasser lassen. Hochwertige Trockennahrung für Frettchen oder für Kätzchen mit viel Fett und ca. 30% Protein eignet sich als Alleinfutter perfekt. Es liebt Früchte, Fleisch (Huhn, Schinken), Joghurt. Diese Nahrungsmittel sind massvoll oder sogar sehr begrenzt zu geben, da sie Verdauungsstörungen verursachen.

Sexualität

Seine Geschlechtsreife erreicht es mit 8-12 Monaten, zu Beginn des Frühlings nach der Geburt. Das nicht gedeckte Weibchen kann eine anhaltende Brunst entwickeln, die zu einer starken Östrogenausschüttung führt und eine Erschöpfung des Knochenmarks verursacht. Dieser Zustand ist tödlich. Um dieses Syndrom der aplastischen Anämie zu vermeiden, gibt es zwei Möglichkeiten: die Sterilisation oder die Fähe tragen lassen (wobei man die Vorsichtsmassnahme trifft, schon vor der Geburt Aufnahmefamilien für die kleinen Frettchen zu finden).

Physiologische Daten

Sein Fell ist albino (weiss) oder iltisfarben, mit allen möglichen Varianten, von Creme bis Karamell.

Es hat 30 Milchzähne und 34 bleibende Zähne.

Die Herzfrequenz des Frettchens ist viel höher als beim Menschen und liegt bei etwa 200 bis 400 Schlägen pro Minute (Mensch: ca. 60-80 Schläge/Min. in Ruhe). Seine Atemfrequenz liegt bei etwa 33 bis 36 Atemzügen/Min.

Gewicht Männchen 1-2kg und Weibchen 600-950g
Grösse ~ 50 cm
Lebensdauer 5-7 Jahre, max. 10 Jahre
Körpertemperatur 38.8°C

Geschlechtsreife 6-12 Monate
Fortpflanzungsfähige Lebensdauer 2-5 Jahre
Trächtigkeit 42 +/- 2 Tage
Zahl der Jungen pro Wurf 1-18 (im Schnitt 8)
Geburtsgewicht 6-12g
Öffnen der Augen 34 Tage
Absetzen 6-8 Wochen

Aufgenommene Futtermenge 140-190g/Tag
Aufgenommene Wassermenge 75-100ml/Tag

Umgebung und Pflege
Ideale Temperatur: 4-18°C, Achtung 30°C maximal!
Luftfeuchtigkeit: 40-65%
Für noch nicht abgesetzte Frettchen ist eine Temperatur von 15°C ideal.

Nahrung: nicht roh, 30-40% Protein und 18-30% Fett

Gebadet wird höchstens 1x/Monat!

Das Frettchen frisst 9 bis 10 Mahlzeiten pro Tag, lassen Sie ihm daher sein Trockenfutter zur freien Verfügung.

Krankheiten

Das Frettchen ist empfänglich für die Staupe, gegen die man es impfen kann. Auch die Tollwut stellt für es eine tödliche Gefahr dar. Verschiedene Krankheiten oder Unfälle können es ebenfalls treffen, darunter nicht zuletzt der Hitzschlag: Das Frettchen besitzt nämlich keine Schweissdrüsen und kann zu grosse Hitze nicht abführen, weshalb es über 32°C sehr anfällig für Austrocknung ist der Umgebungstemperatur… Es abzukühlen und zu vermeiden, es grosser Sommerhitze auszusetzen, sind unerlässliche Massnahmen, um ihm das Leben zu retten!

Selbstverständlich können beim Frettchen wie bei anderen Haustieren oder beim Menschen alle möglichen weiteren Krankheiten oder Sorgen auftreten! Erinnert sei dennoch an die Schwere der aplastischen Anämie bei der brünstigen Fähe, die tödlich ist.

Der Hyperadrenokortizismus beim Frettchen

Der Hyperadrenokortizismus (Nebennierenüberfunktion) ist eine schwere Krankheit, die viele Arten betrifft, aber auch die Frettchen.

Sie wird durch eine Überfunktion der Nebennieren verursacht, kleiner Drüsen oberhalb der beiden Nieren. Diese Drüsen sondern Hormone ab, zusammengefasst Cortisol, Adrenalin und Geschlechtshormone.

Während beim Hund der Hyperadrenokortizismus infolge eines Cortisolanstiegs Symptome der Cushing-Krankheit hervorruft (aufgeblähter Bauch, dünne Haut mit schwarzen Punkten, gesteigerter Durst und Harnabsatz), sind es beim Frettchen eher die Geschlechtshormone, die deutlich erhöht sind. Deshalb zeigt das kranke Frettchen, selbst (und vor allem!) wenn kastriert/sterilisiert, mit der Sexualität verbundene Symptome: eine geschwollene Vulva wie in der Brunst beim Weibchen, häufig abgesetzte kleine Urintropfen beim Männchen, weitere mit der Brunst verbundene Symptome, dazu ein symmetrischer Haarausfall, zuerst am Schwanz, dann rasch auf Flanken, Rücken und Nacken übergreifend. Das Frettchen ist ungewöhnlich müde, scheint aber sonst nicht unter seiner Erkrankung zu leiden.

Der Ursprung der Krankheit

Während beim Hund der Ursprung des Hyperadrenokortizismus häufiger auf Ebene der Hirnanhangdrüse liegt als direkt an den Nebennieren, haben beim Frettchen die meisten Fälle ihren Ursprung direkt an den Drüsen: Hyperplasie, ja sogar gutartige oder bösartige Tumoren. Eine oder beide Drüsen können betroffen sein.

Die verschlimmernden Faktoren

Die frühe Sterilisation/Kastration (im Alter von 6 Wochen) gilt als begünstigend für das Auftreten dieser Erkrankung im Erwachsenenalter. Unter der Wirkung des Eingriffs in diesem jungen Alter differenzieren sich nämlich geschlechtliche Stammzellen und wandern mit den Nebennieren. Weitere Faktoren wie Begleiterkrankungen, ein Ernährungs- oder Haltungsfehler können die Gesundheit der Nebennieren beeinflussen.

Die prädisponierten Frettchen

Alle, die früh kastriert/sterilisiert wurden, also oft Frettchen amerikanischen Ursprungs. Die Symptome beginnen im Erwachsenenalter, oft nach dem 3. Lebensjahr. Etwas häufiger bei den Weibchen, findet man keine Farbprädisposition.

Die Diagnose

Klinisch; anders ist sie in der Schweiz sozusagen nicht möglich. In den USA werden gewisse Bestimmungen androgenartiger Werte im Blut verwendet. Der Ultraschall kann allenfalls von einem gewissen Nutzen sein. Die Cortisolmessung oder die Stimulationstests, wie sie beim Hund verwendet werden, ergeben keinen Sinn.

Die Therapie

Die einzige taugliche Therapie ist die Chirurgie. Keine medikamentöse Therapie ist zufriedenstellend.

Die Operation besteht in der Entfernung der kranken Drüse. Einfacher, wenn die linke Drüse betroffen ist, wird sie deutlich schwieriger, wenn die rechte betroffen ist: Diese ist nämlich eng mit der Hohlvene verbunden, und zwar weit stärker als die normale Drüse (wegen der Grössenzunahme). Oft sind beide Drüsen betroffen. In diesem Fall entfernt man eine Drüse vollständig (entweder die weniger kranke oder die linke, die sich leichter vollständig entfernen lässt) und entfernt die Hälfte der anderen (handelt es sich um die rechte, mit einer besonderen Technik). Das Frettchen kann nicht ohne Nebennieren leben, weshalb man einen Teil belassen muss.

Die Komplikationen

Neben den Operationsrisiken (Narkose, häufiger Blutungen) kann man postoperative Komplikationen antreffen: Infektion, Wundkomplikationen und vor allem ausgeprägte Lethargie. Weitere Komplikationen gibt es natürlich. Um einer gewissen Lethargie entgegenzuwirken, kann man eine Cortisoninjektion vornehmen, um dem verbliebenen Teil der Nebenniere einen Schub zu geben. Zudem bestehen auch Risiken je nach klinischem Zustand des Tieres: aplastische Anämie beim Weibchen, selbst sterilisiert, zu grosse Prostatazysten usw..

Die Prognose

Relativ gut, sie hängt auch von der Art der Erkrankung ab: Ein Karzinom hat natürlich eine sehr schlechte Prognose, während eine einfache Hyperplasie erfreulicher ist. Waren beide Drüsen betroffen, muss man nach Monaten mit einem Rückfallrisiko rechnen.

Die Differenzialdiagnosen

  • Schwanzalopezie: saisonale Alopezie
  • Körperalopezie: von anderen dermatologischen Erkrankungen zu unterscheiden, Parasiten, Allergien, Mykosen usw..
  • Geschwollene Vulva nach Sterilisation: reaktiviertes Eierstockrelikt, nicht entfernte Gebärmutter
  • Prostataprobleme: andere Prostataerkrankungen, Tumor, Abszess usw..

Zusammenfassend werden wir, wenn die Einfuhr amerikanischer Frettchen zunimmt, in Europa immer häufiger auf diese Erkrankung treffen. Interessant ist übrigens, dass sie in den USA nach den Impfungen der häufigste Grund für Frettchen-Konsultationen ist!

Adoption

Für alle, die sich entscheiden, Frettchen zu adoptieren

In der Schweiz berichten einige Presseartikel über den Kaufwahn nach Frettchen, um sie als Haustiere zu diskreditieren. Manche Menschen haben zudem vorgefasste Meinungen über Frettchen. Häufig wiederkehrende Kritikpunkte sind ihr schlechter Geruch, ihre Neigung zu beissen und allenfalls ihre körperliche Verfassung, die genau überwacht werden muss (Staupeimpfung, regelmässige Pflege und vor allem die Brunstprobleme bei den Weibchen). Es kommt nämlich vor, dass schlecht informierte Personen sich Frettchen anschaffen, begreifen, was sie bedeuten, und sie bestenfalls in einem Tierheim abgeben oder schlimmstenfalls in die Natur entlassen, wo sie Schäden anrichten, wenn sie nicht vorher sterben. Solche Fälle müssen aufhören, deshalb hier einige rasche Ratschläge:

1) Bevor Sie Frettchen adoptieren

Vorrangig muss man sich über dieses Tier informieren. Seine Eigenschaften, seine Bedürfnisse, seinen Charakter, seine regelmässige Pflege, seine Ernährung, seine Krankheiten.

Vor allem muss man sich der folgenden Punkte bewusst sein:

  • Das Frettchen kann bis zu 10-12 Jahre alt werden,
  • Seine Talgdrüsen verströmen einen charakteristischen Geruch, der nicht unangenehm ist, aber missfallen kann,
  • Es ist strikt ein Tier für drinnen,
  • An ihre Halter gebunden, könnten manche Frettchen Fremde zwicken,
  • Es ist sehr wichtig, die Brunst des Weibchens zu steuern, um eine aplastische Anämie zu vermeiden, die tödlich sein kann,
  • Das Männchen riecht etwas strenger als das Weibchen,
  • Empfänglich für die Staupe, impft man es, besonders wenn Hunde im selben Haushalt leben,
  • Es kann sehr gut von Kätzchen-Trockenfutter leben,
  • Es schläft viel, hasst es aber, wach und allein zu sein (es liebt Gesellschaft),
  • Es eignet sich schlecht für kleine Kinder (es könnte sie zwicken oder zu Fall bringen, wenn es zwischen ihren Beinen hindurchstürmt).

Wer also seinen Geruch nicht mag, verzichte auf das Frettchen! Das Entfernen der Analdrüsen ändert nichts daran, obwohl deren Sekret in der Tat scheusslich ist (wie die Stinkbombe aus jedermanns Kindheit…), denn der Geruch des Frettchens stammt von seinen über den ganzen Körper verteilten Talgdrüsen, die nichts mit den Analdrüsen zu tun haben, die sich rund um den After befinden. Zudem ist es in der Schweiz strikt verboten, einen solchen Eingriff zu rein komfortbezogenen Zwecken vorzunehmen!

Ein Rat, bevor Sie ein Frettchen adoptieren: Man sollte bei Privatpersonen welche besuchen und daran riechen. Viele Informationen finden sich auch im Internet.

Nachdem Sie über dieses sympathische Tier alles gelesen, gesehen und gerochen haben, kommen Sie, wenn Sie das Frettchen immer noch für Ihren idealen Gefährten halten, zur nächsten Etappe.

2) Um Frettchen zum Adoptieren zu finden

Frettchen zum Adoptieren zu finden ist nicht immer einfach, und ehrlich gesagt werden sie eher verkauft. Der Vorteil des Verkaufs ist, dass er unüberlegte Adoptionen etwas abschreckt. Die beste Suchsaison bleibt der Frühling. Das ideale Alter, um Frettchenbabys zu adoptieren, liegt bei etwa 2 Monaten. Am ehesten findet man sie bei Privatpersonen. Sie kosten etwa 150 bis 250.- pro Frettchen. Die finanziellen Kosten für ihren Unterhalt sind nicht höher als bei der Katze.

Einige Möglichkeiten, um Frettchen in der Schweiz zu finden:

  • Über die Presse, Inserate, Artikel mit Referenzen, Internet
  • Über Privatpersonen (zu finden, indem man die Ohren offen hält)
  • Über Tierärzte, die sich etwas mit Frettchen auskennen (es gibt sie!)
  • Über Tierheime oder Tierparks
  • In Frankreich bei Privatpersonen oder in Tierhandlungen. Achtung, denken Sie an die Tollwutimpfung, um sie in die Schweiz einzuführen.

Vergessen Sie dann nicht, Ihre Frettchen beim Veterinärdienst Ihres Kantons anzumelden!

Die Ecke «Schweizer Recht»

Administrative Massnahmen sind obligatorisch:

Die Zustimmung des kantonalen Veterinärdienstes, der nach einem Besuch eine Haltebewilligung für Wildtiere erteilt. Das Frettchen kommt nicht wild vor, gilt im Schweizer Recht aber weiterhin als solches.

Die Mindestmasse des Käfigs müssen eingehalten werden, nämlich 4m2 für ein Frettchenpaar und 0.5m2 mehr für jedes zusätzliche Frettchen. Eine Mindesthöhe von 60cm ist vorgeschrieben.

Eine Haftpflichtversicherung ist nötig.

Die Einfuhr von Frettchen unterliegt den Bedingungen des BLV: www.blv.admin.ch

Vom BLV

In der Schweiz unterliegt die Haltung von Frettchen der Bewilligung des Veterinäramts des betreffenden Kantons. Frettchen sollten nur Personen anvertraut werden, die über die spezifischen Bedürfnisse dieser Tiere gut informiert sind.

Eine Haltebewilligung können Sie nur beanspruchen, wenn Sie einen Sachkundenachweis vorweisen, das heisst, Sie müssen an einem vom BLV anerkannten Kurs über die Frettchenhaltung teilgenommen oder sich die nötigen Kenntnisse im Rahmen eines Praktikums angeeignet haben. Die Pflicht, diese Haltebewilligung vorzulegen, ist für die Behörden ein Mittel, um sicherzustellen, dass Frettchenhalter die erforderlichen Grundkenntnisse besitzen.

Selbst wenn Sie die Haltebewilligung und das Tier selbst besitzen, müssen Sie sich weiterhin über die spezifischen Bedürfnisse des Frettchens informieren. Sie können Fachbücher lesen, die in jedem guten Zoofachhandel oder jeder Buchhandlung erhältlich sind.

Es ist zudem ratsam, einem Frettchenfreunde-Verein beizutreten und sein Wissen mit anderen Haltern auszutauschen. Ausserdem können Sie bei erfahrenen Haltern Rat suchen, falls Sie auf Probleme stossen.

Frettchen sind gesellige Tiere, die Artgenossen brauchen: Ein Frettchen darf daher nicht allein gehalten werden, sondern in einer Gruppe von mindestens zwei Tieren. Das Schweizer Recht schreibt zudem die Haltung von mindestens 2 Tieren vor.