Herzerkrankungen sind beim Frettchen relativ häufig, vor allem bei Tieren mittleren oder höheren Alters.

Symptome

Entweder ist das Frettchen völlig symptomlos und das Problem wird zufällig entdeckt, oder es zeigt unspezifische Anzeichen: Appetitverlust, Gewichtsverlust, Lethargie, Schwierigkeiten beim Gehen. Eine Schwäche der Hinterhand ist oft deutlich. Danach treten typischere Zeichen auf, etwa Aszites (Flüssigkeit im Bauchraum) oder eine vom Besitzer beobachtete erhöhte Atemfrequenz. Husten, wie er beim Hund vorkommt, wird beim Frettchen hingegen nur selten beobachtet.

Diagnose

Die klinische Untersuchung von Herz, Schleimhautfarbe, Puls und Bauchorganen kann einen ersten Verdacht liefern, danach sind Zusatzuntersuchungen nötig, wie das Röntgen, manchmal ein EKG, vor allem aber eine Echokardiographie.
Die meisten Herzerkrankungen sind Kardiomyopathien, häufig vom dilatativen (oder kongestiven) und seltener vom hypertrophen Typ. Klappenerkrankungen kommen ebenfalls vor, aber seltener. Schliesslich kann man Erkrankungen wie Myokarditis, angeborene Herzfehler (kaum beschrieben), Tumoren oder in endemischen Regionen Dirofilariosen antreffen.

Behandlung

Eine Heilung gibt es nicht; das Ziel ist es, die Arbeit des Herzens und damit ihre Auswirkungen auf den Körper mit einer angepassten Medikation zu erleichtern. Der Körper kann die durch eine gestörte Herztätigkeit ausgelösten Störungen lange kompensieren, doch die Dekompensation kann schlagartig eintreten und tödlich sein.

Die Behandlungen werden nicht immer optimal vertragen, und eine schrittweise Anpassung der Dosierungen ist oft nötig. Zudem lassen sich gewisse Hunde- und Katzenmedikamente beim Frettchen nur schwer dosieren. Bestimmte Begleiterkrankungen trüben ebenfalls die Möglichkeiten, den Herzzustand zu stabilisieren. Die Herzdiäten für Hunde und Katzen sind für die Ernährung des Frettchens nicht geeignet; eine salzarme Ernährung und Massnahmen, um die körperliche Aktivität des Frettchens zu verringern, können sich jedoch als günstig erweisen.