Mit milderen Wintern sind Zecken inzwischen fast das ganze Jahr über aktiv. Sie sind nicht nur lästig: Sie übertragen schwere Krankheiten auf Ihr Tier – und manchmal auf Sie. Die gute Nachricht: Vorbeugung und die richtigen Handgriffe senken das Risiko deutlich.

Warum sich darum kümmern?

Zecken vermehren sich in Wäldern, Gärten und hohem Gras und lauern auf einen vorbeikommenden Wirt: Hund, Katze oder Mensch. Sie können übertragen:

  • die Piroplasmose (oder Babesiose) beim Hund, die die roten Blutkörperchen zerstört;
  • die Lyme-Borreliose, die den Hund wie den Menschen betrifft;
  • die Ehrlichiose und die Anaplasmose, weniger bekannt, aber ernst zu nehmen.

Welche Anzeichen sollten alarmieren?

Die ersten Anzeichen sind oft unauffällig und treten einige Tage bis Wochen nach einem Stich auf: Müdigkeit, Fieber, Appetitverlust, Lahmheit und – als Alarmzeichen der Piroplasmose – dunkler Urin.

Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen — Beobachten Sie Ihr Tier nach einem Zeckenstich einige Wochen lang. Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust, Lahmheit oder dunkler Urin gebieten es, ohne Verzug einen Tierarzt aufzusuchen: Einige dieser Krankheiten schreiten schnell voran.

Eine Zecke richtig entfernen

Verwenden Sie einen Zeckenhaken: Schieben Sie ihn unter die Zecke und drehen Sie sanft, um sie ganz abzulösen, ohne ruckartig zu ziehen. Desinfizieren Sie anschliessend und notieren Sie das Datum: Bei Symptomen in den folgenden Wochen ist uns diese Angabe nützlich.

Die Fehler, die es zu vermeiden gilt

  • Die Zecke verbrennen oder bestreichen (Äther, Öl…): Gestresst würgt sie zurück und erhöht das Übertragungsrisiko.
  • Sie mit den Fingernägeln herausziehen oder zerquetschen: Der Kopf kann stecken bleiben.
  • Das Tier nach jedem Spaziergang im Risikogebiet nicht absuchen.
  • Ein «Hunde»-Zeckenmittel bei einer Katze anwenden: Einige (Permethrin) sind für die Katze giftig, ja sogar tödlich.

Vorbeugung

Ein geeignetes Antiparasitikum (Halsband, Pipette oder Tablette) senkt das Risiko stark; untersuchen Sie das Fell nach jedem Ausgang und entfernen Sie jede Zecke so rasch wie möglich (das Übertragungsrisiko steigt mit der Dauer des Festsaugens).

Und beim Menschen? Gewisse Zecken übertragen die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die in mehreren Regionen der Schweiz vorkommt. Für Personen gibt es eine Impfung: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Die Wachsamkeit gilt für die ganze Familie.

Das Wesentliche zum Merken: regelmässiges Antiparasitikum, Kontrolle nach jedem Spaziergang, rasches Entfernen mit dem Haken – und Beobachtung einige Wochen nach einem Stich. Zecken betreffen das Tier wie die Familie.