1. Ursprünge
  2. Klassifizierung
  3. Biologische und physiologische Besonderheiten
  4. Haltungsbedingungen
  5. Häufigste Erkrankungen

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Die Ursprünge

Spuren von Mäusen finden sich seit dem Neolithikum. Sie stammen aus Asien und dem Nahen Osten und besiedelten Europa ab dem 17. Jahrhundert auf dem Seeweg. Man nutzte sie damals als Labortiere. Ihre ursprüngliche Farbe ist grau. Neben der weissen Maus gibt es Farbmutanten: einfarbige mit Abzeichen, schwarz-lohfarben, chinchillagrau. Es gibt auch langhaarige Mutanten.

Klassifizierung

Klasse: Säugetiere
Ordnung: Nagetiere
Unterordnung: Sciurognathi (Wilson und Reeder) oder Myomorpha
Familie: Muridae
Unterfamilie: Murinae
Gattung: Mus
Art: Musculus
Gebräuchlicher Name: Hausmaus

Biologische und physiologische Besonderheiten

  • Gewicht ausgewachsenes Männchen: 20-40g.
  • Gewicht ausgewachsenes Weibchen: 25-40g.
  • Gesamtlänge: 14.5-18.5cm
  • Schwanzlänge: 7-9.5cm
  • 4 Zehen an den Vordergliedmassen und 5 an den Hintergliedmassen
  • Zahnformel: 16 Zähne
Oberkiefer 1 0 0 3
I C PM M
Unterkiefer 1 0 0 3

 

Biologische Parameter

  • Im Wildzustand: Man kann ihr einen Bau graben oder ihr ein Nest aus Gras machen
  • Lebensweise: Die Maus ist eher in der Dämmerung und nachts aktiv, und dies das ganze Jahr über
  • Sozialsystem: Sie bilden kleine Familiengruppen. Die Einzelhaltung ist verboten.
  • Körpertemperatur: 36.5-38°C
  • Die Maus hält keinen Winterschlaf
  • Lebensdauer: 2 bis 3 Jahre

Physiologie der Fortpflanzung

  • Alter der Geschlechtsreife: Männchen 2 Monate, Weibchen 1,5 Monate
  • Paarungszeit: das ganze Jahr
  • Zyklusdauer: 4-5 Tage
  • Ovulationstyp: spontan
  • Trächtigkeitsdauer: 19-21 Tage
  • Die Neugeborenen öffnen die Augenlider mit 13 Tagen
  • Anzahl Junge pro Wurf: 7-10 Junge
  • Anzahl Würfe pro Jahr: 4-8
  • Geburtsgewicht: 0.5-1.5g
  • Alter beim Absetzen: 21-28 Tage
  • Anzahl Zitzenpaare: 5 Paare

Lebensraum

Der Käfig muss mindestens 30×60 messen, also 0.18m2 für 2 Mäuse + 0.05 m2 pro zusätzliche Maus. Für 2-5 Mäuse mindestens 0.5 m2 Grundfläche, Mindesthöhe 60 bis 100 cm. Fehlt ein Käfig, kann man ein grosses Terrarium verwenden. Als Einstreu kann man Hanf oder Mais verwenden; sie muss jede Woche gewechselt werden. Der Urin der Maus verströmt einen starken Geruch, besonders bei den Männchen. In den Käfig kann man Zubehör wie Laufrad, Trapez, Leiter, Verstecke sowie Heu oder ungefärbtes Haushaltspapier für den Nestbau geben.

Günstige Umgebung für den Standort des Käfigs:

  • Temperatur: 19-21°C
  • Luftfeuchtigkeit von 30-70%
  • Beleuchtungsdauer: 12 Stunden
  • Ammoniakgehalt <10ppm

Ernährung

Die Maus ist ein Allesfresser, der weniger als 5g Nahrung pro Tag zu sich nimmt. Man muss ihr eine vollständige Körnermischung geben, die 20-24% Proteine enthält, oder selbst zubereitete Rationen mit Gemüse (Salate, Karotten, Endivien), Früchten, Körnern und etwas weissem Fleisch, hartgekochten Eiern, Käse, und als Getränk Wasser unbegrenzt. Und Nagematerial (Zweige von Buche, Haselnussstrauch oder unbehandelten Obstbäumen).

Fixierung

Man muss die Maus mit einer Hand an der Haut zwischen den Ohren und mit der anderen Hand am Schwanzansatz halten. Man muss das Schwanzende vermeiden, das sonst zwischen den Fingern bleiben könnte.

Häufigste Erkrankungen

Hauterkrankungen

  • Dermatophytosen: runde kahle Stellen. Sie können auf den Menschen übertragen werden.
  • Räude mit kahlen Stellen, gekennzeichnet durch Krusten und Juckreiz (starkes Jucken).
  • Pseudoräude mit lokalisierten krustigen Läsionen.
  • Die Mäusepocken, die man auch Ektromelie nennt, gekennzeichnet durch den Verlust von Zehen und des Schwanzes sowie eine Schwellung des Gesichts.
  • Ein Haarausfall ernährungsbedingten Ursprungs, der bei Biotinmangel auftritt.

Atemwegserkrankungen

  • Mykoplasmose, gekennzeichnet durch eine eitrige Rhinitis, chronische Lungenentzündungen und Mittelohrentzündungen.
  • Lungenentzündung durch das «Sendai»-Virus, tödlich bei Mäusebabys unter 12 Tagen.

Verdauungserkrankungen

Man kann drei Arten von Durchfall antreffen:

-Die erste ist viralen Ursprungs. Es handelt sich meist um das Virus der Mäusehepatitis, das jedoch bei neugeborenen Mäusejungen tödlich sein kann.

-Die zweite ist bakteriellen Ursprungs (Salmonellose oder Kolibazillose).

-Die dritte ist parasitären Ursprungs. Es kann mehrere Parasiten geben, etwa Protozoen, Nematoden oder auch Zestoden.

Bei der Maus gibt es noch eine weitere Verdauungserkrankung, die man Tyzzer-Krankheit nennt. Diese Krankheit betrifft hauptsächlich den Darm und die Leber.

Weitere Erkrankungen

  • Es gibt eine Krankheit mit dem wissenschaftlichen Namen lymphozytäre Choriomeningitis, die auf den Menschen übertragbar ist.
  • Bindehautentzündungen bakteriellen Ursprungs.
  • Abszesse und Gesäugetumoren.
  • Beim Mäusemännchen muss man auf die Präputialdrüsen und die bulbourethralen Drüsen achten, die sich infizieren und zur Bildung von Schleimpfropfen führen können, die die Harnröhre verstopfen.

Die Zoonosen

  • Salmonellose
  • lymphozytäre Choriomeningitis
  • Magen-Darm-Parasiten (Bandwürmer)