Die Pyometra bei der Hündin
Foto von Hunden
Pyometren sind Infektionen der Gebärmutter (Uterus), die bei Hündinnen — und auch bei anderen Tierarten — in der Regel plötzlich auftreten, kurz nach dem Ende einer Läufigkeit. Das Problem trifft selten junge Tiere, sondern häufiger Tiere nach mehreren Zyklen. Hunde, aber auch Katzen sowie weitere Tierarten, einschliesslich Kaninchen und Nagetiere, können diese Art von Infektion entwickeln.
Die Erkrankung ist ernst und heilt nicht ohne tierärztlichen Eingriff aus. Ohne Behandlung nimmt die Krankheit einen schlechten Verlauf. In beiden Gebärmutterhörnern sammelt sich hauptsächlich eitrige Flüssigkeit an, wobei Giftstoffe (Toxine) entstehen, die das Krankheitsbild verschlimmern. Und wenn sich der Gebärmutterhals, der als natürlicher Pfropfen dient, verschliesst, kann der Verlauf sehr rasch sein und lebensbedrohlich werden, entweder durch massive Resorption bakterieller Toxine oder durch Riss der geschwächten Gebärmutterwand.
Ursachen und Risikofaktoren
- Hormonelles Ungleichgewicht, Hormonbehandlungen mit Östrogenen zu ungeeigneten Zeitpunkten des Zyklus.
- Wiederholte Scheinträchtigkeiten gehören zu den für jeden Hundehalter sichtbaren Risikofaktoren.
Symptome
Vaginaler Ausfluss oder nicht, Müdigkeit, verminderter Allgemeinzustand, Appetitlosigkeit, manchmal Fieber, vermehrter Durst und vermehrtes Wasserlassen. Diese Anzeichen treten in der Regel innerhalb von zwei Monaten nach der letzten Läufigkeit auf.
Diagnose
Vorgeschichte, Symptome, Röntgen, Ultraschall, Blutuntersuchungen, allenfalls des Urins und des vaginalen Ausflusses, sofern vorhanden.
Behandlungen
Manchmal, und wenn der Gebärmutterhals ausreichend geöffnet ist und ein Abfliessen der eitrigen Flüssigkeit ermöglicht, kann eine Behandlung mit Antibiotika und Aglepriston das Problem beheben. Achtung, das Rückfallrisiko ist in diesem Fall nie ausgeschlossen!
In der Regel ist die Operation die Behandlung der Wahl; man führt eine Ovariohysterektomie durch (= Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken), je nach klinischem Zustand des Hundes mehr oder weniger dringend. Begleitende Behandlungen wie Infusionen, Antibiotika usw. sind unerlässlich.
Prognose
Gut, wenn rasch eine Behandlung eingeleitet wird.
Vorbeugung
Routinemässige Sterilisation, oder bei wiederholten Zyklusstörungen (häufige Scheinträchtigkeiten, gestörter Läufigkeitsrhythmus usw.).
Oder langfristige, nicht von einer Tierärztin oder einem Tierarzt kontrollierte Hormonbehandlungen vermeiden.