Mastitiden sind Entzündungen des Gesäugegewebes, die bei unseren säugenden Kühen gern auftreten, glücklicherweise seltener bei den Säugetieren unter den Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen).

Dennoch können sie ihnen Schäden sowie erhebliche Schmerzen zufügen und müssen rasch behandelt werden.

Sie treten bei säugenden Weibchen auf und werden oft durch Mikroverletzungen durch die Zähne der Jungen verursacht. Auch eine ursprüngliche Infektion an anderer Stelle (zum Beispiel an der Gebärmutter) oder schlechte Hygienebedingungen können für das Auftreten einer Mastitis oder ein sich verschlimmerndes klinisches Bild verantwortlich sein. Die betroffene oder betroffenen Milchdrüsen infizieren sich infolge der Vermehrung der Bakterien, was ohne Behandlung zu einer mitunter tödlichen Sepsis führen kann.

Die erkrankten Drüsen sind heiss, schmerzhaft, gespannt, gerötet, genau wie ein Abszess, und können sich zu einer Gangrän oder einer Gewebenekrose entwickeln.

Die Behandlung stützt sich auf Antibiotika (unter Beachtung des gewählten Wirkstoffs, je nachdem ob die Jungen noch säugen), warme Kompressen und ein häufiges Ausmelken der betroffenen Drüse oder Drüsen. Ist ein Teil der Drüse nekrotisch, ist ein Wundausschneiden (Débridement) unter Narkose nötig. In gewissen Fällen ist die erkrankte Drüse vollständig verloren.

Die Mutter kann die Jungen verstossen, was dann eine Flaschenzufütterung durch den Besitzer erfordert.

Die Vorbeugung besteht darin, das Säugen der Jungen aufmerksam zu verfolgen, eine einwandfreie Hygiene zu fördern und auf das geringste Anzeichen eines Problems bei der Mutter oder den Jungen zu achten, um rasch handeln zu können.