Die Entscheidung, einen Welpen zu kaufen oder zu adoptieren, sollte nicht ohne reifliche Überlegung getroffen werden. Verschiedene Punkte sind zu bedenken, etwa:
- Die verfügbare Zeit und der vorhandene Platz
- Die Fähigkeit, sich um das Tier zu kümmern
- Das eigene Verantwortungsbewusstsein
- Das Einverständnis aller betroffenen Personen
- Die berufliche und private Zukunft. Eine stabile Lebenssituation ist notwendig.
- Der finanzielle Aufwand
Auch aufseiten des Hundes spielen bei dieser Wahl der Adoption mehrere Kriterien eine Rolle:
- Seine Rasse und sein Charakter
- Seine Lebenserwartung
- Seine Abstammung
- Der Züchter
- Seine Sozialisierung
- Sein Stammbaum, seine Garantie
Man muss wissen, dass sich nicht jeder einfach zum Züchter erklären kann. Der Züchter und seine Zucht müssen über eine Bewilligung verfügen. Denn Welpen zur Welt zu bringen und sie während ihrer ersten Lebenswochen aufzuziehen, die die wichtigsten sind und den Charakter des Hundes nahezu endgültig prägen, ist eine grosse Verantwortung, die Laien nicht offensteht.
Zudem schreibt die Gesetzgebung dem Züchter heute bestimmte Pflichten vor und schliesst damit die Amateure aus, die eher am finanziellen Gewinn des Verkaufs als an der seriösen Aufzucht des Wurfs interessiert sind.
Denn ein Wurf bedeutet eine wichtige Arbeit an Sozialisierung und Erziehung durch den Menschen und die Hündin. Nur Welpen, die an verschiedene Reize gewöhnt sind (Knallkörper, Schüsse, Verkehr, Kinder, Hunde, ältere oder behinderte Menschen usw.), können sich zu Hunden ohne Verhaltensprobleme entwickeln. Aggressivität oder gar Gefährlichkeit eines Hundes haben ihren Ursprung oft in seinen ersten zehn Lebenswochen.
Es ist jedoch klar, dass ein Hund weit über seine Zeit beim Züchter hinaus Erziehung braucht, und der Halter trägt bei Problemen die volle Verantwortung. 1) Weil er diesen Hund gekauft oder ausgewählt hat und 2) wegen seiner Erziehung und der Kontrolle, die er über den Hund ausübt oder eben nicht. Wir sehen noch viel zu viele Halter, die keine Ahnung haben, wie sie ihren Gefährten erziehen sollen, und die haarsträubende Fehler machen, die zu gefährlichen Situationen führen.
Die Adoption eines Welpen muss also ein wohlüberlegter Schritt bleiben und darf weder ein Geschenk für jemanden noch eine spontane Laune sein; ein Tier ist keine Konsumware, die man wegwirft, wenn man genug davon hat.
Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft kann Adressen anerkannter Zuchten mit Bewilligung vermitteln.