Wegen seiner Herkunft auch vietnamesisches Schwein genannt, liegt das Minischwein im Trend. So niedlich es als Baby auch ist (wer würde vor dieser kleinen Kugel, die in die Hand passt, nicht dahinschmelzen?), darf man nicht vergessen, dass sein Gewicht im Erwachsenenalter zwischen 35 und 60 kg liegt! Bei einer Widerristhöhe von 35 bis 55 cm wird das Minischwein rund fünfzehn Jahre alt.
Intelligent, neugierig und mit einer gehörigen Portion Persönlichkeit lässt sich das Minipig ebenso gut erziehen wie ein Hund: Es ist sehr reinlich und lernt im Nu, sein Geschäft draussen oder in einer Kiste zu verrichten. Dafür ist es sehr verfressen und liebt es zu essen, weshalb Übergewichtsprobleme bei diesem Tier sehr häufig sind. Man muss daher besonders auf seine Ernährung achten.
Seine Ernährung sollte vegetarisch sein, auch wenn es zu ein paar im Garten gefundenen Wirbellosen nicht Nein sagt. In jedem Fall braucht es eine protein- und fettarme, aber an Fasern und Rohzellulose reiche Kost. Es gibt ein fertiges Futter für Minischweine, das alles Nötige enthält. Täglich ergänzt man es mit frischem Gemüse und Obst sowie Gras: Man lässt das Schwein jeden Tag grasen, denn das Gras liefert ihm viele Fasern und viel Wasser.
An Pflege braucht es, zusätzlich zur Grundpflege wie etwa der Reinigung von Augen und Ohren, eine Entwurmung 2-mal pro Jahr, die Impfung (hauptsächlich gegen den Rotlauf, eine ansteckende Hautkrankheit, und die atrophische Rhinitis, eine Atemwegserkrankung), die Klauenpflege (Abfeilen des Hornes der Füsse) und allenfalls das Kürzen der Hauer (vor allem bei den Männchen).
Das Minischwein scheint ein idealer Begleiter zu sein. Das stimmt, sofern man ihm eine artgerechte Umgebung bieten kann. Denn die Vorstellung, ein Minischwein in einer Wohnung zu halten, muss man vergessen! Schweine müssen täglich stundenlang im Boden wühlen und ihn umgraben, und selbst wenn man sie mehrere Stunden pro Tag ausführt, reicht das nicht, um ihren Instinkt zu befriedigen. Sie brauchen unbedingt ein Stück Erde zum Graben und Umwühlen! Ein Stück Garten oder Gehege, wo sie ihren Rüssel einsetzen können, ist daher notwendig.
Will man sein Schwein ins Haus lassen, muss man die in seiner Reichweite liegenden Schränke und Stauräume sichern: Da es überall gern herumstöbert, findet es früher oder später heraus, wie sich Schubladen oder die Kühlschranktür öffnen lassen.
Wer also über etwas Land verfügt, das er zu «opfern» bereit ist, wer natürlich Zeit für das Tier hat und Geduld, um es zahm zu machen und zu erziehen, dem kann das Minischwein viel Freude ins Haus bringen!
Quelle für alle Auskünfte: www.groingroin.org