Die Parvovirose ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die vor allem Welpen trifft. Sie ist schwer und muss notfallmässig behandelt werden, doch die gute Nachricht ist, dass eine einfache und wirksame Impfung Ihren Hund sehr gut schützt.
Was ist die Parvovirose?
Es handelt sich um eine Infektion durch ein Virus, das canine Parvovirus, das den Darm heftig angreift. Es verursacht eine schwere Entzündung des Verdauungstrakts (eine Enteritis), oft blutig: Der Hund erbricht und hat Durchfall mit Blut. Das Virus ist bei Welpen unter drei Monaten besonders gefürchtet, aber auch ein schlecht geimpfter erwachsener Hund kann erkranken.
Wie steckt sich ein Hund an?
Das Virus ist äusserst widerstandsfähig: Es überlebt monatelang in der Umgebung (Boden, Käfig, Schuhsohlen …). Ein Hund steckt sich an, indem er Partikel aufnimmt, die im Kot eines kranken Tieres vorhanden sind. Orte mit hoher Hundedichte, etwa Zuchten, Tierheime, Zoohandlungen, Ausstellungen, sind am risikoreichsten. Ein angesteckter Welpe wird zudem ansteckend, noch bevor er überhaupt krank wirkt.
Welche Anzeichen sollten alarmieren?
- Plötzliche Abgeschlagenheit, «ganz schlaffer» Welpe, der nicht mehr spielt
- Wiederholtes Erbrechen
- Reichlicher Durchfall, oft mit Blut oder Schleim und sehr starkem Geruch
- Appetitverlust, Fieber, dann rasche Austrocknung und Abmagerung
Wie erkennt und behandelt man sie?
Der Tierarzt bestätigt die Diagnose mit einem Schnelltest am Kot, der das Virus nachweist, ergänzt durch die klinische Untersuchung. Kein Medikament «tötet» das Virus direkt. Hingegen erlauben es intensive unterstützende Massnahmen, eine Infusion zur Rehydrierung, Mittel gegen das Erbrechen, ein Schutz vor Infektionen, oft im Spital, heute einen grossen Teil der rechtzeitig betreuten Hunde zu retten. Man sagt oft, dass ein Hund, der die ersten vier bis fünf Tage übersteht, über den Berg ist.
Die Vorbeugung: die Impfung, ganz einfach
Das ist der entscheidende Punkt: Die Impfung schützt sehr wirksam vor der Parvovirose. Der Welpe erhält eine erste Reihe von Injektionen, dann sein Leben lang regelmässige Auffrischungen, denn ein ungeschützter erwachsener Hund bleibt anfällig. Nach einer Ansteckung ist eine gründliche Desinfektion der Räume unerlässlich, da das Virus sehr hartnäckig ist. Wir legen gemeinsam das auf die Lebensweise Ihres Hundes abgestimmte Vorgehen fest.
Das Wichtigste in Kürze: Die Parvovirose ist ein Notfall, besonders beim Welpen; sie lässt sich umso besser behandeln, je schneller man handelt, und die Impfung bleibt bei Weitem der beste Schutz. Im Zweifel rufen Sie uns sofort an.