Tierärztin Danielle Perrin Frei.Bei einer Konsultation für einen Kontrollbesuch
1. Allgemeiner Kontext
Die Lebensendphase bei einem Hund, einer Katze oder einem Heimtier ist mit jener eines gebrechlichen Menschen vergleichbar: Im Vordergrund stehen die Linderung, die Begleitung und die Vermeidung einer therapeutischen Verbissenheit. Dennoch werden die Risiken von Auswüchsen heutzutage immer häufiger beobachtet.
2. Durchschnittliche Kosten am Lebensende in der Schweiz
| Häufige Leistungen | Preisspanne (CHF) |
|---|---|
| Wiederholte Konsultationen | 70 – 150 |
| Blutuntersuchungen zur Verlaufskontrolle | 120 – 300 |
| Bildgebung (Röntgen, Ultraschall, MRT) | 150 – 1’000 |
| Kurze Hospitalisierung | 400 – 800 / Nacht |
| Anlegen einer Infusion | 150 – 300 |
| Assistierte Fütterung (Heimtiere) | 30 – 100 / Tag |
| Palliativpflege zu Hause | 150 – 500 |
| Einfache Euthanasie | 120 – 250 |
| Euthanasie zu Hause | 300 – 600 |
| Private Kremation mit Urne | 250 – 800 |
Durchschnittliche Gesamtkosten über 2–6 Monate: CHF 1’000 bis 4’500, oder sogar mehr.
3. Problem: unverhältnismässige Behandlung trotz fehlender Heilungsaussicht
Gewisse kostspielige Behandlungen werden manchmal Tieren vorgeschlagen, deren Zustand kurzfristig keine Heilungsaussicht mehr lässt. Das führt zu unnötigen Kosten, zu Stress für das Tier und zu emotionaler und finanzieller Not für die Besitzerinnen und Besitzer.
4. Gründe für diese Auswüchse
- Wenig universitäre Ausbildung in tierärztlicher Palliativpflege
- Angst, der Kundschaft zu missfallen, oder vor einer schlechten Online-Bewertung
- Wirtschaftlicher Druck in gewissen privaten Strukturen
- Unklare Kommunikation über die Prognose
- Schlechtes Zuhören gegenüber der Kundschaft
5. Empfehlenswerte gute Praktiken
- Klar über die Prognose informieren
- Einen Palliativpflegeplan mit kontrollierten Kosten anbieten
- Die Wahl der Besitzerin oder des Besitzers respektieren
- Die Lebensqualität in den Vordergrund stellen
6. Rolle vernünftiger Praxen
Die Praxis AuFuret in Échichens bietet vernünftige Alternativen, kommuniziert transparent und erzwingt niemals unnötige oder übermässige Behandlungen.
Fazit
Das Lebensende eines Tieres verdient Zuhören, Würde und Mass. Therapeutische Verbissenheit darf niemals über das Wohlbefinden gestellt werden. Die Familien zu informieren und sie bei ihren Entscheidungen zu begleiten, ist ein grundlegender Akt des Respekts.