Sie haben sich entschieden, eine Katze aufzunehmen, die aber nicht nach draussen darf. Dabei sind mehrere Punkte zu beachten.

  • Es gibt Vorteile, eine Katze nicht hinauszulassen. In erster Linie besteht kaum Unfallgefahr (Strasse, Stürze oder verschiedene Verletzungen, Abszesse durch den Biss einer anderen Katze…).
  • Es besteht auch ein geringeres Krankheitsrisiko, da viel weniger Kontakt mit Krankheitserregern (Parasiten, Bakterien, Viren usw.).
  • Die Tierarztkosten sind geringer, einerseits aus den oben genannten Gründen, andererseits weil weniger Impfungen nötig sind (die Impfung gegen Leukose ist nur bei Kontakt mit anderen Katzen erforderlich) und weil Antiparasitika weniger nötig sind.

Doch eine Katze im Innern zu halten bringt auch Nachteile mit sich. Der Katze fehlt es oft an Beschäftigung: Spiel, Jagd, Spaziergang… Ihre ursprüngliche Lebensweise verlangt eine gewisse Freiheit, dem Wohnungsleben mangelt es also schmerzlich an Ablenkung… Daraus ergeben sich höhere Risiken für Krankheiten wie Übergewicht (die Katze frisst, um sich die Zeit zu vertreiben), Harnsteine werden durch die Bewegungsarmut begünstigt, Verstopfung (aus Bewegungsmangel) oder zum Beispiel Diabetes.
Der Mangel an Beschäftigung und damit die Langeweile kann auch zu bestimmten Verhaltensstörungen führen, wie Harnmarkieren, Kratzen, Aggressivität usw.

Wie sorgt man dafür, dass das Leben im Innern möglichst gut verläuft?

An erster Stelle und am allerwichtigsten: niemals eine Katze aufnehmen, die es gewohnt ist, nach draussen zu gehen. Selbst ein Kätzchen, das nur wenige Tage draussen war, bevor Sie es aufgenommen haben, hat die Aussenwelt erlebt und sich mit anderen Reizen vertraut gemacht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich frustriert fühlt, wenn es nur drinnen bleibt.

Wenn die Katze einen grossen Teil des Tages allein bleibt, ziehen Sie in Betracht, ihr gleich einen Artgenossen anzubieten (am besten aus demselben Wurf), mit dem sie spielen kann. Da die Katze ein Einzelgänger ist, teilt sie ihr Revier grundsätzlich ungern mit einer anderen Katze, doch zwei Kätzchen aus demselben Wurf verstehen sich in der Regel sehr gut.
Manche Katzenrassen zeigen zudem eine von Natur aus stärkere Neigung zum Cocooning.

Bieten Sie ihr Beschäftigung: Spiele, einen Pipolino (einen Futterspender, der die Katze zu Bewegung zwingt), Katzengras, einen Beobachtungsplatz am Fenster…

Ein letzter Punkt, den es zu bedenken gilt: Auch für eine Wohnungskatze bleiben gewisse Gefahren bestehen, zum Beispiel gekippte Fenster, in denen die Katze eingeklemmt werden kann, ohne wieder herauszukommen, oder die so verlockenden, aber oft giftigen Pflanzen … dazu Haushaltsprodukte oder andere Giftstoffe.